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Reiki und der energetische Bauplan

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Der energetische Bauplan

Es geht im folgenden um Baupläne, die sogenannten Blaupausen, oder Blueprints. Das wird uns zurückführen zu früheren Erläuterungen um das Bild vom Eisberg und den Vorstellungen von Vernetzungen. Als Ingenieur von Beruf habe ich im Zusammenhang mit diesem Thema mit Überraschung festgestellt, daß sich viele Verbindungen zum Beispiel zur Quantenphysik schlagen lassen, die sich gleichfalls mit unbestimmbaren bzw. nicht steuerbaren Phänomen konfrontiert sah. Das ist spannend, gelten Physiker doch als sehr bodenständig und sachlich.

Eine berühmte Aussage von Albert Einstein ist »Das FELD ist die einzige bestimmende Kraft des Teilchens«. Was wird da über unsere materielle Welt eigentlich ausgesagt?

Und Johannes Kepler, den ich nur aus dem Astronomieunterricht wegen seiner 3 Planetengesetze kannte, hat auch einiges mehr zu bieten. 1619 veröffentlichte Kepler in Linz das Werk »Harmonices mundi« (Harmonie der Welten), die neben dem dritten Keplerschen Gesetz interessante Kapitel enthält wie das dritte Buch, wo Kepler den Begriff »Harmonie« im musikalischen Sinn wörtlich nimmt und für jeden der bekannten Planeten eine Melodie entwickelt, oder das vierte Buch mit dem Titel Metaphysisches, Psychologisches und Astrologisches Buch: Das geistige Wesen der Harmonien und ihre Arten in der Welt. Für ihn waren Erde, Sonne, der Mond und die Planeten keine unbelebten Objekte, sondern sie hatten eine Seele. Er sah ihren Einfluß auch auf den Menschen als gegeben an und sprach von der brotlosen Kunst Astronomie, wenn es denn nicht die Astrologie gäbe.

Max Planck, quasi Entdecker der Quantenmechanik, hat das ganze Gebäude der Physik über den Haufen geworfen. Seine Entdeckung, das Energie stoßweise absorbiert und ausgestrahlt wurde, ließ ihn um seine Reputation fürchten und er zögerte mit der Veröffentlichung. In der Physik ist es wohl wie überall. Es gibt althergebrachtes Wissen, daß man gern für unumstößlich halten möchte. Und es gibt manchmal sehr einflußreiche Leute, die so daran festhalten, daß es sehr schwer ist, neue Wege zu gehen. Aber mit neuen Wegen hat Leben unweigerlich zu tun. Loslassen von altem, hinwenden zu neuem.

Niels Bohr, ein anderer Nobelpreisträger für Physik, hatte Elektronen untersucht dabei festgestellt, daß diese sich manchmal als Teilchen und manchmal als Welle verhielten. Die Materie trat nur noch mit gewissen Wahrscheinlichkeiten auf. Dann entdeckte Werner Heisenberg das Prinzip der Unschärfe: Je mehr ein Beobachter über den Ort eines Elektrons wußte, desto weniger konnte er über dessen zukünftigen Weg (seinen Impuls) aussagen. Forscher kamen zu grundsätzlich anderen Ergebnissen, wenn sie zuerst den Ort und dann den Impuls gemessen hatten, als wenn sie es genau umgekehrt getan hätten. Seit der Zeit weiß man: »Beobachten heißt verändern«.

Schon in einer recht frühen Phase der Quantenphysik wurde ein Paradoxon aufgestellt, das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon: Wenn zwei korrelierte Partikel entgegengesetzten Spins (Eigendrehimpuls) auseinanderfliegen, ergibt sich bei der Änderung des Spins des einen Partikels automatisch eine Änderung beim anderen Partikel, auch wenn dieses Teilchen sich am anderen Ende der Welt befindet. Das Partikelpaar steht also in unmittelbarer nichtlokaler Beziehung zueinander. Es klingt verrückt. Wir machen etwas an einem Ende der Welt, und am anderen Ende der Welt gibt es darauf eine Reaktion. Wie weiß das eine Partikel von dem anderen - ist eine weitere Frage, die ich zu meinen früheren Fragen hinzufügen möchte. Seinerzeit noch ein Gedankenexperiment (Einstein und co. Wollten den Quantenspuk theoretisch widerlegen) wurde das EPR-Paradoxon 1973-1980 durch Alain Aspect am Optischen Institut in Orsay nachgewiesen.

John Stewart Bell fasste das Paradoxon zu seinem berühmten Lehrsatz (das Bellsche Theorem) zusammen und integrierte es in die Quantenphysik. Und das ist keine banale Weisheit, sondern eine ernsthafte physikalische Betrachtung. Alles steht zu allem in irgendeiner Beziehung. Wenn es z.B. bei Entstehung des Universums nur einen singulären Punkt mit unendlicher Masse gab, aus dem alle Partikel expandierten, ist es wahrscheinlich, daß die unterschiedlichen Partikel noch eine Art »Erinnerung« an die Zeit »in sich tragen«, in der sie noch vereint waren. Dieser akausale Zusammenhang läßt sich unter »Ähnlichkeit« zusammenfassen. Ähnliches beeinflußt Ähnliches über Zeit und Raum hinweg.

Erinnerung ist ein Schlüssel, der uns noch weiter beschäftigen wird.

Natürlich hat es nicht lange gedauert, bis diese Überlegungen auch von anderen Wissenschaftszweigen aufgegriffen wurden. Rupert Sheldrake, der in Cambridge Biologie und Biochemie sowie in Harvard Philosophie studierte, schrieb 1981 sein erstes Buch »Das schöpferische Universum«. Nach Sheldrake gibt es keine zeitlosen Naturgesetze, und unwandelbaren mathematischen Gesetzmäßigkeiten. Alle Formen, Gesetze des Universums sind Gewohnheiten, Erinnerungen, die sich im Wiederholen stabilisieren. Eine Schlüsselrolle spielen in der Natur dabei sogenannte »morphogenetische Felder«, unsichtbare organisierende Strukturen, die sich auf Form und Verhalten von Kristallen, Pflanzen, Tieren usw. auswirken.

Die Gewohnheitsbildung erfolgt in immer kürzeren Intervallen, je häufiger sie wiederholt wird. Die Felder enthalten die gesammelte Information aller vergangenen Geschichte und Evolution, etwa in der Art von Freuds »Menschheitsgedächtnis« oder C.G. Jungs »kollektiven Unbewußten«, und diese sind nicht im genetischen Code gespeichert.

Die Felder existieren jenseits materieller Strukturen. Wir können keine Verbindungen messen, und trotzdem sind die Auswirkungen sichtbar, so wie im Versuch mit den getrennten Partikeln.

Das ist nicht nur für die Physik und Biologie von Bedeutung. Es könnte auch eine Erklärung für Reiki sein.

Aber bleiben wir noch bei Sheldrake, denn gerade erklärt er die Entwicklung von Formen über Zeit und Raum hinweg, z.B. wie ein Mensch aussieht, wie ein Kristall wächst, wie eine Pflanze sich entwickelt. Die Form kommt aus der Gleichschwingung ähnlicher Formen über Zeit und Raum hinweg. Organismen vermitteln sich ihre Form und innere Struktur aufgrund von Informationen von der früheren Existenz ähnlicher Systeme, interaktiv und kumulativ, immer wahrscheinlicher und schneller.

Sheldrake konnte das an der Synthetisierung neuer Kristalltypen zeigen: Es hatte Wochen und Monate gedauert, bis sich ein neuer Kristalltyp aus einer Lösung auskristallisierte. Alle weiteren Synthetisierungen dieses Kristalls liefen dann bedeutend schneller ab, selbst wenn sie in Laboratorien auf einem anderen Erdteil eingeleitet wurden. Jegliche traditionelle lokale und kausale Erklärung versagt in diesem Fall.

Die morphische Resonanz ist nicht mit Energietransfer von einem System auf ein anderes verbunden, sondern stellt einen nichtenergetischen Informationstransfer dar. Sie postuliert eine Überschreitung des Raumzeit-Kontinuums, denn alle Transfervorgänge innerhalb der Raumzeit sind mit Masse und Energie verbunden.

Morphische Resonanz ist umso spezifischer und wirksamer, je ähnlicher die in Resonanz stehenden Muster sind. Ein gutes Beispiel sind eineiige Zwillinge, die häufig verblüffende Übereinstimmungen in ihren Angewohnheiten haben, selbst wenn sie nach der Geburt getrennt wurden. Sie fahren das exakt gleiche Auto, heiraten Frauen mit gleichen Vornamen, bauen dasselbe Regal für ihre Bücher. Genetische Veranlagung ist unwahrscheinlich.

Besonders spezifisch ist die Resonanz eines Organismus mit seinen eigenen früheren Zuständen. (Eigenresonanz). Diese Form der Selbst-Stabilisierung des Organismus erklärt, wie es sein kann, daß sich Gewebe und Zellen permanent regenerieren und doch seine Form aufrechterhalten bleibt.

Das hat mit Erinnerung zu tun. Wenn eine Zelle beschädigt wird, ist sofort eine Erinnerung da, wie diese Zelle sich reparieren kann, sie weiß, wie sie früher aussah, und Ihre Umgebung weiß es mit. Ein Heilungsprozeß wird ausgelöst, und alles ist wie früher. Es können sich aber auch andere Muster entwickeln. Chronische Krankheiten. Der Mensch erneuert seine Zellen je nach ihrer Funktion von sehr kurzen Intervallen - die Leber braucht etwa 3 Wochen - bis hin zu etwa 6-9 Monaten für bestimmte Knochenzellen. Im Prinzip gibt es immer die Möglichkeit, sich an eine gesunde Zelle, an das Leben und die Form einer gesunden Zelle zu erinnern und diese wiederherzustellen. Aber es gibt Leute, die über Jahre und Jahrzehnte ein arthritisches Knie haben. Wieso erzeugt dieser Mensch und wieso erzeugen die Zellen in diesem Menschen im 6-9-Monatsrhytmus immer wieder frische neue arthritische Zellen? Die Erinnerung hat sich soweit verfestigt, daß scheinbar dieser Entwicklung der Vorzug gegeben wird, anstatt sich an anderes zu erinnern, an das allgemeine Wissen aller Zellen von allen Menschen auf unserem Planeten, wie eine gesunde Zelle erzeugt wird und was ihre Funktion ist.

Und da befinden wir uns in unserem energetischen Bauplan, ein Bauplan, der jedem Menschen schon mit der Zeugung mitgegeben ist, ein Bauplan, der alle diese Informationen verfügbar hat.

Nach dem Schweizer Psychologen C.G. Jung steckt in jedem Menschen alles, so ähnlich wie in jedem einzelnen Splitter eines Hologramms das ganze Bild zu finden ist. Das heißt, jeder Mensch besitzt die Fähigkeit zum Massenmörder genau so, wie er die Eigenschaft hat, keiner Fliege etwas zuleide tun zu können. Es geht einzig um die Wahl, etwas zu tun und etwas anderes nicht zu tun.

Den Teil, den der Mensch auslebt und für sein Ich hält, nennt Jung die Persona. Persona bedeutet Maske, und das wiederum kommt vom lateinischen »personare«, was so viel bedeutet wie »hindurch klingen«. Was der Mensch als »nicht zu sich gehörend« empfindet, nennt Jung den psychologischen Schatten. Es gibt Dinge, die ich an mir nicht wahrhaben möchte, Seiten, die ich ablehne. Habe ich sie vielleicht trotzdem in mir? Wie ist das, wenn ich ein Teil vom Ganzen bin?

Warum will ich so häufig das sein, was ich nicht bin? Und warum kann ich nicht glauben zu sein, was ich bin? Warum halte ich an Dingen fest, die ich nicht brauche?

Mit der Verschmelzung einer Eizelle und einer Samenzelle hat es »Peng« gemacht, und der Bauplan war vorhanden. Bestimmte Erinnerungen haben sich aufgeprägt, und ich bin mit diesen Erinnerungen losgelaufen. Ich hatte meine Erlebnisse, manche habe ich emotional aufgeladen, es gab ein Trauma. Das hat meine Präferenzen gemacht. Ein anderer hat seine Präferenzen gemacht und ist ein Priester geworden, wieder einer ein Manager, einer ist schwerkrank, und einem kann schein gar nichts passieren und er schwört, das Leben sei ein Spaziergang und eine Lust.

Ist es nicht spannend eine Erklärung zu finden, weshalb jeder Mensch anders ist? Aber noch viel schöner ist etwas anderes: einmal zu beobachten, daß diese Blueprints nicht etwas unverrückbares sind. Im Gegenteil. Es ist ein gewisser Rahmen, der natürlich unsere Gegenwart und in gewisser Weise unsere Zukunft beeinflußt. Aber es ist kein starrer Rahmen. Wir können eingreifen und wir tun es auch. Deshalb entwickelt doch jemand kranke Zellen, wo vorher gesunde Zellen waren. Oder was auch passieren kann - ich habe angefangen etwas zu verändern in meinem Leben - in meiner Einstellung zu meinem Leben, in meinem Umfeld - und auf einmal bin ich gesund oder es geht mir besser.

Und das ist etwas sehr sehr Wichtiges, was ich an dieser Stelle sagen möchte.

»The problem is choice«. Es geht immer um die Wahl. Übrigens nur jemand in einer Opferrolle glaubt, es gäbe keine Wahl. Das ist auch so etwas, daß man LOSLASSEN kann. Und das ist wirkliche Freiheit, wenn man seine Opferrolle ablegt!

Einstein hatte es als die reinste Form des Wahnsinns bezeichnet: »Alles beim alten zu belassen und zu hoffen, daß sich etwas ändert«. Scheinbare Zufriedenheit fällt in die gleiche Kategorie. Vielleicht ist sie sogar schlimmer, denn da ist mehr Ignoranz und weniger Hoffnung.

Ich habe die Wahl, und ich stehe praktisch ständig vor der Entscheidung: Halte ich an meinen alten Erinnerungen fest oder will ich mich an neuen, besseren Mustern orientieren? Blueprints sind solche Muster und es sind praktisch gesehen Felder die Information enthalten. Der Bauplan, der da drin steckt, ist meine Manifestation von Bewußtsein. Das ist nicht das schöne göttliche universelle Bewußtsein, sondern das was ich davon glaube, ein spärlicher Teil, mit unendlich vielen gefilterten Verfälschungen. Aber das ist mein Bauplan. Und dieser Bauplan leitet alle meine Zellaktivitäten. Dieses Bewußtsein, das sich da einstellt, wird deutlich gemacht durch die Krankheiten die ich habe und durch die Ereignisse, die ich durchlebe. Krankheit offenbart solche Aspekte meines Bewußtseins und der Zustände um mich herum, die ich ändern muß. Wenn mich Bewußtseinszustände krank machen, hat das mit Ignoranz oder mit Unwissen zu tun. Und hier kann ich etwas tun, denn einfach nur Symptome zu behandeln - das kann natürlich lebensnotwendig sein - ist eben nur eine zeitliche Brücke. Das wird auf der Bewußtseinsebene nicht viel helfen. Indem ich das Bewußtsein ändere, habe ich die mächtigste Methode gefunden, eine Krankheit zu korrigieren. Deshalb sind Meditationstechniken, Mentaltraining oder auch Reiki so mächtige Werkzeuge. Sie arbeiten auf der Ebene der Ursachen.

Wieso kann mir Reiki helfen, dieses Blueprint zu verändern? Ganz einfach. Reiki ist eine Manifestation von reinem universellen Bewußtsein. Wenn das in ein disharmonischen kranken mit schlechten Erinnerungen geprägten Körper einfließt, katalysiert das, bombardiert das das Bewußtseinsniveau des disharmonischen Körpers auf ein viel höheres und inneres Wissen. Reiki kann seine zerstörerische Wirkung im positiven Sinne entfalten.

Krankmachende Erinnerungen in den Zellen können zerstört und losgelassen werden, falls nötig in einem bewußten Prozeß, wenn mit Reiki Dinge an die Oberfläche gelangen.

Die Zellen bekommen besseren Zugang zum universellen Wissen. Das ist es, weshalb Reiki so mächtig ist. Alles hat mit ERINNERUNG und LOSLASSEN zu tun. Das sind die beiden Schlüssel zur Gesundheit. Ich verändere mich mit Reiki, ich verändere mein Blueprint und in der Folge verändere ich damit auch meine Umgebung.

Mit Reiki räume ich in meinem Eisberg auf und verbessere mein Blueprint, damit bestimmte Blueprintereignisse nicht mehr nötig sind oder nur noch in abgeschwächter Form. Das tiefe Vertrauen in Reiki ist mit meinen regelmäßigen Anwendungen gekommen. Reiki ist jetzt ganz natürlich für mich geworden, und auch die Hingabe dazu. Ich kann es noch immer nicht erklären, aber glücklicherweise muß ich es nicht mehr beurteilen. Und Urteile haben einzig und allein mit Schuld zu tun.

Reiki ist der Weg des Loslassens hat einmal jemand gesagt. Genau.

Axel Ebert • Februar 2008

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